So plant ihr euer Hochzeitsbudget

Veröffentlicht am 2. März 2022 um 20:51

In diesem Blogbeitrag möchte ich euch einmal ein Beispiel-Hochzeitsbudget aufzeigen. Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, gibt es nicht das eine Hochzeitsbudget oder eine Art Range. So verschieden wie eure Hochzeitswünsche sind, so unterschiedlich sind auch die Hochzeitsbudgets und Kosten. Es geht also heute nicht primär um Einzelkosten und wilde hin und her Rechnungen, sondern vielmehr darum wie ihr euer Hochzeitsbudget sinnvoll in kleine "Kuchenstücke" aufteilen könnt.

Allein die Frage was ein Hochzeitsvideo kostet kann sehr unterschiedlich ausfallen. Ihr könnt ein Hochzeitsvideo zum Beispiel für 800 € buchen oder eben auch für 10.000 € mit einem ganzen "Video-Team". Ich kann euch daher keine Einzelangaben diesbezüglich machen.

Ich befasse mich also heute damit, euch einen "Fahrplan" an die Hand geben, damit ihr euer verfügbares Geld entsprechend aufteilen könnt. Zum Schluss möchte ich euch gerne generelle Budget-Tipps und Überlegungen überlassen.

Die Aufteilung

Euer erster wenn auch gleich noch sehr grober Anhaltspunkt ist eure SOLL-Gästeanzahl. Das ist also die Zahl der Gäste mit denen ihr rechnet, dass sie kommen werden (inkl. Kinder). Im Artikel weiter unten erhaltet ihr die Info mit wieviel ihr so ungefähr pro Gast planen solltet.

55% – Hochzeitsfeier (Saalmiete, Getränke, Speisen, Deko, Hochzeitstorte, Brautpaar-Unterkunft, Musik, Gastgeschenke, Trinkgelder, …)

13% – Braut-Outfit

7% – Bräutigam Outfit

10% – eure Hochzeitsringe

15% – Sonstiges (Papeterie, sonstige Musik, Kirche, Standesamt, sonstoge Dekoration, Brautauto, Transport der Gäste, …)

Optionale Ausgaben: optional könnt ihr auch eventuelle sonstige Feiern, wie Junggesellenabschied, Polterabend, Hochzeitsreise, … mit in euer Hochzeitsbudget einplanen.

Die Aufteilung gibt euch einen guten Rahmen wieviel ihr pro wesentlichen Punkt verplanen solltet. Die Werte sind natürlich nur Erfahrungswerte meinerseits. Die Prozentzahlen könnt ihr gleichwohl nach eurer Empfinden anpassen.

Der Puffer

Ich empfehle euch dass ihr von eurer gesamtes Erspartes zunächst einmal einen Puffer von 10-20 % herausrechnet. Das heißt also wenn ihr beispielsweise ein Budget von 10.000 € habt, zieht ihr als "eiserne Reserve" 2.000€ (20%) raus. Euer gesamtes Budget beträgt dann zunächst  8.000€. Der Vorteil besteht für euch darin, dass ihr mögliche Kostensteigerungen oder Ausgaben für "unerwartetes" noch übrig habt und nicht ins Schwitzen kommt.

Hochzeitsgäste

Der wohl variabelste bzw. volatilste Kostenpart sind alle Ausgaben die im Zusammenhang mit Gästen stehen. Stellvertretende Repräsentanten sind das Essen und Getränke aber ebenso auch die Papeterie & Deko. Einfach ausgedrückt, heißt es, dass je mehr Gäste ihr ladet, desto mehr müsst ihr für Kost und Logie sowie Deko investieren. Eine Faustregel besagt, dass ihr etwa pro Gast mit 150€ rechnen solltet. Wenn ihr mit einem Hochzeitsbudget von 10.000€ plant und ihr 67 Personengäste einladet, so zahlt ihr pro Gast rund 149,25€.

Ihr merkt selbst, dass die Anzahl der Gäste einen wesentlichen Kostentreiber darstellt. Reduziert ihr die Anzahl der Gäste könnt ihr entweder mehr Geld für andere schöne Dinge investieren (z.B, Flitterwochen) oder eben auch simple gesagt einfach Geld sparen. In eure Überlegung sollte in jedem Fall einfließen, ob wirklich jeder Vereinskollege oder jeder Arbeitskollege dabei sein muss?

Prioritäten setzen

Steht euer Hochzeitseinkommen schon? Perfekt! Dann sollten wir einen Schritt weiter gehen. Legt im nächsten Schritt die wesentlichsten Dienstleister für euch fest. Dazu gehören der Locationsgeber, Trauredner, Standesamt, Fotograf, Dj, Catering, Friseur und so vieles mehr. Ihr werdet schnell feststellen, wie viel von eurem Budget übrig bleibt.

Auf eines möchte ich hinweisen. Viele Dienstleister vereinbaren zunächst eine Anzahlung mit dem Brautpaar. Ich würde immer in der Gesamtbudgetplanung die bereits gezahlten Beiträge und ausstehende Zahlungen auflisten. Die bereits geleisteten Zahlungen zeigen den aktuellen Budgetverbrauch auf. Ihr seht also wie viel bereits verbraucht ist und habt somit immer einen aktuellen Banksaldo. Darüber hinaus seht gleich ob ihr euer Budget gesamt überschreiten werdet oder ob der bereits erwähnte Puffer auch noch verwendet werden muss. :-)

Die Rahmenpunkte sollen euch helfen euer Budget besser aufzuteilen. Ich hoffe das dieser Beitrag euch dabei hilft euren großen Tag planbarer zu machen.

Viele liebe Grüße

euer Nico

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